Hier haben sich
vier Musiker mit jeweils recht ungeraden musikalischen Karrieren
und den unterschiedlichsten stilistischen Hintergründen zu
einem Quartett in sehr eigenwilliger Besetzung zusammengefunden.
Sie schreiben sich weder "Roots" noch "Fusion" auf die Fahne und
die Entwicklung von Repertoire und künstlerischem Profil
ergibt sich zugleich unbeabsichtigt und unvermeidlich.
Verzaubert fühlen die vier sich dazu vor
allem von dem Swing, Drive und der Wehmut der Musik der
Stadtzigeuner Rumäniens, insbesondere der schnellen, bereits
stark orientalisch beeinflussten Tanzmelodien, den Mahalas. Die
Band stellt sich der Herausforderung, den dichten, kraftvollen
Groove dieser Musik in dieser originellen Besetzung rüber zu
bringen, mit z.T. ungewöhnlichen instrumentalen
Techniken.
Zu all diesem gebe man eine gute Portion Lust am
Improvisieren und man erhält Anti & the
BalCannibals. Mit wahrhaft kannibalischem Hunger verleiben
die vier Stammesmitglieder sich nämlich Elemente anderer
musikalischer Sprachen ein. Wir wünschen guten Appetit bei
diesem serbochromatischen Puszta-Teller. Darin sind Latin, Funk
und Jazz auch keine Fremdkörper mehr, sondern neue Zutaten
in einem alten Rezept. Welches wir, bei aller vergnügter
Respektlosigkeit, zutiefst verehren. Hauptsache es swingt!
BalCannibals will Sie lachen und weinen
sehen. Dafür spielen sie auch gerne "konsequent vorbei am
Trend".
Die erste CD, Foreign Service, ist in 2007 erschienen,
die zweite CD, Reinen Herzens in Oktober
2009.
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Rezensionen
With A Pure Heart

"I have no father, no mother, no god / no grave and no cradle / no sweetheart, no kiss."
Foreign Service

Erste CD 2007: New Morning Records UR 016